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Welche Anlagen sind vom Einspeisemanagement betroffen?

Betroffen sind alle Anlagen, die nach § 9 EEG 2014 zum Einbau einer technischen Einrichtung verpflichtet sind und somit ferngesteuert in der Einspeiseleistung reduziert werden können.

Das sind:

  • Einspeise- und KWK-Anlagen mit einer installierte Leistung größer 100 kW
  • PV-Anlagen größer 30 kWp
  • PV-Anlagen kleiner 30 kWp sofern diese nicht auf 70 % Einspeiseleistung begrenzt sind (70 %-Spitzenkappung)

Ausgenommen sind PV-Bestandsanlagen unter 30 kWp mit Inbetriebnahme vor dem 1. Januar 2012 sowie PV-Bestandsanlagen über 30 kWp bis einschließlich 100 kWp mit Inbetriebnahme vor dem 1. Januar 2009. PV-Anlagen unter 100 kWp sind dabei grundsätzlich nachrangig zu regeln. Bei sehr großen Netzengpässen lässt es sich aber oft nicht vermeiden, auch diese Anlagen in ihrer Einspeiseleistung zu reduzieren.

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Was sind „technische Einrichtungen“ nach § 9 EEG 2014?

Technische Einrichtungen gemäß § 9 EEG 2014 sind sowohl Funkrundsteuerempfänger (FRE) als auch Fernwirktechnikanlagen (FWA). Dies sind fernsteuerbare Einrichtungen, die es ermöglichen, Signale zur Reduzierung der Einspeiseleistung an Ihre Erzeugungsanlage zu senden. Welche technische Einrichtung Sie benötigen, erfahren Sie im Rahmen des Anschlussprozesses Ihrer Erzeugungsanlage.

Grundsätzlich gilt:

  • PVA < 30 kWp FRSE oder 70% Einspeiseleistung
  • Neuanlagen (PVA > 30 kWp) sonstige ab 100 kW bis 500 kW  ⇒ FRSE
  • Neuanlagen größer gleich 500 kW  ⇒ FWA

 

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Ich habe eine PV-Anlage < 30 kWp. Kann diese trotzdem von Regelungen betroffen sein?

Nach § 9 EEG 2014 haben Betreiber von PV-Anlagen bis 30 kWp installierter Leistung die Wahl zwischen einer dauerhaften Absenkung der Einspeisung auf maximal 70 % oder dem Einbau einer technischen Einrichtung zur Fernsteuerbarkeit der Anlage. Mit dem Einbau eines Funkrundsteuerempfängers räumen Sie dem Netzbetreiber die Möglichkeit ein, Ihre Anlage bei Netzengpässen zu regeln. PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von weniger als 100 kWp werden zwar nachrangig in ihrer Einspeiseleistung reduziert, ein Eingriff kann aber nicht ausgeschlossen werden.

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Wie wird der Vergütungssatz bei Anlagen mit Bemessungsleistung (Biomasse, Wasser, etc.) berechnet?

Sofern Ihre Anlage nach Bemessungsleistung gezont wird, kann die Entschädigung mittels EinsMan nur nach den Zonenpreisen von noch nicht ausgeschöpften Zonen erfolgen.

Die nach dem EEG in der jeweiligen Leistungszone maximal zu vergütende Menge ermittelt sich in Abhängigkeit der Bemessungsleistung und der eingespeisten Strommenge. Diese Menge wird (bei entsprechender Einspeisung) jedoch bereits durch die monatlichen Abrechnungen ausgeschöpft. Sie wird durch die Maßnahmen des Einspeisemanagements nicht verringert. Eine Entschädigung mit dem Zonenpreis der 1. Leistungszone wäre daher nicht sachgerecht. Sofern bereits die 1. und 2. Leistungszone ausgeschöpft ist, kann demnach eine Entschädigung nur mit dem Preis der dritten Leistungszone erfolgen.

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Wie erfahre ich, ob meine Anlage von einer Regelungsmaßnahme betroffen war?

Das Bayernwerk veröffentlicht alle durchgeführten Regelungsmaßnahmen im Internet. Auf der Seite „Veröffentlichungen – Abgeschlossene Einsätze“ werden alle Einsätze mit sämtlichen Daten zur Regelung selbst und wichtigen Stammdaten der geregelten Einspeiseanlagen dargestellt. Dabei können Sie sehen, ob eine Regelung entschädigungspflichtig ist (Regelung nach EEG) oder nicht (Regelung nach EnWG). Ob Ihre Anlage betroffen war, können Sie beispielsweise anhand des EEG-Anlagenschlüssels erkennen.

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Welche Abrechnungsverfahren gibt es?

Generell unterscheidet man bei der Entschädigungsberechnung zwei Verfahren:

  • Pauschalabrechnungsverfahren
    Die Ermittlung der nicht eingespeisten Strommenge aus EE-Anlagen wird basierend auf dem letzten ¼ h-Wert vor der Einspeisemanagementmaßnahme ermittelt.
  • Spitzabrechnungsverfahren
    Basierend auf den anlagenspezifischen Daten (Einstrahlung, Windgeschwindigkeit) kann hier sehr exakt die jeweilige Ausfallarbeit während einer Einspeisemanagementmaßnahme berechnet und entschädigt werden.
    Bedingung: Eine messtechnische Aufzeichnung am Anlagenstandort ist erforderlich.


Die Berechnungslogik ist für jeden Energieträger detailliert im Leitfaden der Bundesnetzagentur beschrieben. Eine Erläuterung dazu finden Sie auch hier: www.bayernwerk-netz.de/de/energie-einspeisen/einspeisemanagement/entschaedigung.html

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