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Sonnenstrom-Rekord?

Photovoltaikanlage im Bayernwerk-Netz

In Bayern verzeichneten die Solaranlagen in den heißen Sommermonaten keine große zusätzliche Ausbeute. Dafür schnellten im Herbst die Werte des Solarstroms nach oben. Wir ziehen eine Wetterbilanz für 2018.

„Rekordsommer sorgt für deutlich mehr Solarstrom“ – solche und ähnliche Aussagen kursieren derzeit in der Presse. Und tatsächlich: Der Norden und Osten Deutschlands verzeichnete bei der produzierten Menge an Solarenergie einen Anstieg von mehr als 20 Prozent.
Die Zahlen in Bayern, insbesondere im Netzgebiet der Bayernwerk Netz GmbH, belegen jedoch keine großen Sprünge nach oben. Grundsätzlich gilt nämlich: Heiße Sommertemperaturen mindern den Wirkungsgrad einer Anlage. Besser für die Effizienz sind kühlere, klare und sonnige Herbsttage.

Super Sommer? Nein.

Kumuliert betrachtet stagnierte die Erzeugung im ersten Halbjahr 2018 sogar.
Zwar waren – wie auch im Rest von Deutschland – die Monate April und Juli stärker ausgeprägt. Im März und Juni gab es dagegen so wenig Sonnenstunden, dass sich die Erzeugung im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert hat.

Goldener Herbst!

Der Rekordsommer hatte also keinen besonders guten Einfluss auf die Solarstromerzeugung. Dafür war der Herbst außergewöhnlich – das sind die Erkenntnisse im Süden von Deutschland.

Nach bereits leicht angestiegenen Werten im August zog die Sonneneinstrahlung im September und Oktober stark an. Über 1.000 Sonnenstunden waren es bereits bis Mitte Oktober  – damit war schon zu diesem Zeitpunkt der Jahresdurchschnitt bei der Bayernwerk Netz GmbH erreicht. Zum Vergleich: 2017 verzeichnete der Oktober 953 Sonnenstunden, also rund 50 Stunden weniger als 2018. Das hat folgende Auswirkungen auf die Vergütung: Bei einer Stunde Sonneneinstrahlung mehr im Jahr kann das Bayernwerk eine zusätzliche EEG-Vergütung von fast zehn Millionen Euro an PV-Anlagenbetreiber ausschütten. Das macht jedoch nur einen Anteil von etwa 6 Prozent an der Gesamtvergütung von PV-Anlagen aus und fällt damit relativ gering ins Gewicht.

Fazit zum Wetter

Die derzeit kursierenden Aussagen über einen Rekordsommer und dessen Einfluss auf die Erzeugung von PV-Strom in Deutschland treffen also weniger auf das Netzgebiet des Bayernwerks zu.
Vielmehr ließ der Spätsommer beziehungsweise Frühherbst die Einspeisemengen im Vergleich zum Vorjahr nach oben schnellen. Doch selbst dieser sonnige Zeitraum hat nur wenig Einfluss auf die gesamte PV-Erzeugung und die Höhe der EEG-Vergütung der Anlagenbetreiber.

Vergleich der Sonnenstunden im Bayernwerk Netz

Kumulierter Vergleich der Sonnenstunden im Bayernwerk Netz