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Neuer solarer Spitzenwert

Neuer solarer Spitzenwert
Bildnachweis: Volker Muether – stock.adobe.com

Im April 2020 ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland in Kraft getreten: Pünktlich zum 20-jährigen Bestehen verzeichnete Bayern einen Photovoltaik-Rekord.

2.500 regenerative Anlagen speisten im Jahr 2000 ihre Energie ins Bayernwerk-Netz ein. Heute, 20 Jahre später, sind es 300.000 „grüne“ Anlagen und die zu integrierende Gesamt-Erzeugungsleistung ist von 60 Megawatt (MW) auf rund 10.500 MW gestiegen. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das vor 20 Jahren den Anstoß für eine klimafreundliche Energieerzeugung brachte und Besitzern von Ökostrom-Anlagen finanzielle Anreize bot.

Allzeit-Maximum

Am 1. April 2020 verzeichnete das Bayernwerk einen Photovoltaik-Rekord: Am Mittag lag die Erzeugung von Sonnenstrom bei exakt 4.797 Megawatt – dies entspricht einer Leistung von sechs Großkraftwerken. Anfang Mai wurde dieser Wert sogar noch einmal übertroffen. Am 7. Mai lag die Erzeugung von Sonnenstrom bei 5.042 Megawatt. Dr. Egon Westphal, der Technikvorstand des Bayernwerks, sieht den solaren Spitzenwert auch darin begründet, dass allein im vergangenen Jahr etwa 11.500 neue Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 450 MW zusätzlich integriert wurden.

Strom lokal erzeugen und verbrauchen

Mit der Entscheidung, erneuerbare Energie selbst zu produzieren und ins Stromnetz einzuspeisen, haben die Pioniere der ersten EEG-Generation frühzeitig ein Zeichen für Ökologie und Nachhaltigkeit gesetzt. Durch den Rückbau von Großkraftwerken und den Zubau von regenerativen Anlagen in Bayern wird der ländliche Raum immer mehr zum grünen Kraftwerk des Freistaats. Wenn der Strom in den erzeugungsnahen Regionen aber keine Abnehmer findet, wird die Energie bis zum Übertragungsnetz zurückgespeist. Am 1. April beispielsweise waren dies rund 2.000 MW, die aus dem Süden zum bundesweiten und internationalen Transport gingen. „Die Überschussproduktion von grünem Strom in Bayern ist ein Trend, den wir in den vergangenen Jahren immer häufiger erkennen“, sagt der Bayernwerk-Technikvorstand.

Von Verbrauchern zu Flexumern

Bereits heute finden sich mehr als 175.000 Wärmepumpen, Direkt- und Speicherheizungen sowie 21.500 Kleinspeicher im Bayernwerk-Netz. Bis 2035 rechnet das Bayernwerk mit 1,5 Millionen steuerbaren Einheiten im eigenen Netz. Die Einbindung solch flexibler Anlagen wird eine entscheidende Rolle für einen effizienten Netzbetrieb spielen, ebenso wie die Weiterentwicklung von Verbrauchern hin zu sogenannten Flexumern, die durch ihr netzdienliches Verhalten aktiv am Energiesystem teilnehmen.