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Laden – wenn’s grün ist!

Laden – wenn’s grün ist!
Bild: Bayernwerk AG

Wer ein Elektroauto fährt, möchte eigentlich CO2-freien Grünstrom laden. Doch woher weiß man, wann und wo dieser verfügbar ist? Das Bayernwerk und das E-Mobilitätsunternehmen CIRRANTIC haben dafür eine Lösung entwickelt.

E-Autos sind dann besonders sinnvoll, wenn sie mit CO2-freiem Grünstrom betrieben werden. Wann und an welcher Ladesäule man als E-Autofahrer am besten den vor Ort erzeugten Grünstrom laden kann, zeigt nun die MOOVILITY App von CIRRANTIC. Auf einer digitalen Ladekarte kann man hier anhand des so genannten „Greendex“ den idealen Ladezeitraum aller öffentlichen Ladesäulen in der Region einsehen.

Das Datenmaterial, das bereits in der ökoHeld App der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) benutzt wird und tagesaktuell den Strommix im jeweiligen Landkreis anzeigt, steuert das Bayernwerk zu: „Die Energiewende braucht clevere Lösungen“, unterstreicht Jürgen Kandlbinder, Leiter Digitale Transformation beim Bayernwerk. „Mit der ökoHeld App haben wir ein digitales und datenbasiertes Hilfsmittel für alle Menschen entwickelt, die einen persönlichen Beitrag zur Energiezukunft leisten wollen. Wir freuen uns, mit Cirrantic einen starken Partner gefunden zu haben, der die Daten der App nun auch für E-Autofahrer zugänglich und sie damit zu aktiven Gestaltern der Energiewende macht. Nur mit solchen Ansätzen schaffen wir echten Mehrwert für eine nachhaltige Zukunft.“ Und so genügt ein Blick auf die App und man weiß, dass Strom aus regenerativen Quellen zur Verfügung steht. Die MOOVILITY App von CIRRANTIC ist sowohl für iOS als auch Android kostenlos erhältlich.

Mobilitätswende hilft Energiewende

Beim Verwenden der App kann man auch ein Stück weit zur Energiewende beitragen. Nur ein Beispiel: Es ist ein typischer Sonntag im sommerlichen Bayern. Die Sonne scheint, der Himmel ist klar und die Solaranlagen laufen auf Hochtouren. Dann sind schon mal um die Mittagszeit mehr als 7.000 Megawatt (MW) Sonnenstrom im Netzgebiet des Bayernwerks möglich. Das entspricht der Leistung von über acht Großkraftwerken. Wenn aber der Stromverbrauch zu dieser Tageszeit sehr viel geringer ist, wird der nicht genutzte lokal erzeugte Sonnenstrom ins europäische Verbundnetz exportiert. Können die Stromnetze die Energiemengen nicht mehr aufnehmen, müssen Erzeugungsanlagen sogar abgeregelt werden. Die Kosten für diese sogenannten Netz- und Systemsicherheitsmaßnahmen lagen im Jahr 2020 laut Bundesnetzagentur bei rund 1,4 Milliarden Euro. Daher könnte die zeitgerechte Ladung von E-Autos – auch im öffentlichen Ladenetz – zukünftig ein Schlüssel sein, dem entgegenzuwirken. Was zeigt: Mobilitäts- und Energiewende funktionieren nur zusammen.