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Stromnetz mit Windrädern und Getreidefeld

Wie sicher ist unsere Energieversorgung?

Keine Extremszenarien erwartet

Deutschland ist weltweit in der Spitzengruppe in Sachen Versorgungssicherheit. Die aktuelle Energiekrise hat daran nichts Wesentliches geändert. Einen sogenannten Blackout halten wir für unwahrscheinlich. Extremszenarien im Netz erwarten wir nicht.

Aktuell gibt es keine Einschränkungen der Versorgungssicherheit.

Eine stundenweise zu geringe Stromerzeugung ist zwar sehr unwahrscheinlich, kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden (Sonderanalyse der Übertragungsnetzbetreiber).
 

 

Versorgungssicherheit Strom in Deutschland und beim Bayernwerk

Versorgungssicherheit: Die aktuelle Energiekrise hat daran nichts Wesentliches geändert.

Die Sicherheit des deutschen und europäischen Energiesystems im kommenden Winter 2022/23 wurde durch die systemverantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber untersucht. Im Ergebnis ist eine Krisensituation sehr unwahrscheinlich.

Zur Reduzierung des Restrisikos wurden verschiedene Maßnahmen empfohlen, z.B. die Marktrückkehr von Kohlekraftwerken und der Weiterbetrieb der verbliebenen drei Atomkraftwerke in Deutschland bis April 2023.

Auch die regionale Versorgungszuverlässigkeit in den Stromnetzen von Bayernwerk ist konstant hoch. Dafür investieren wir Milliardenbeträge in unsere Netze, sind rund um die Uhr bei den Menschen vor Ort im Einsatz und kennen die regionalen Besonderheiten. Auch auf die Gefahr von Cyberattacken stellen wir uns durch regelmäßige Audits und Abwehrtest aktiv ein.

Deutschland hat eines der zuverlässigsten Energiesysteme der Welt. Die Energiekrise ändert daran nichts Wesentliches. Trotzdem treibt viele Menschen die Sorge um einen Stromausfall um. Dabei muss zwischen der regionalen Versorgungszuverlässigkeit und der Sicherheit des deutschen und europäischen Energiesystems unterschieden werden.
 

Systemstabilität Strom

Der sogenannte „Blackout“ ist ein unkontrolliertes und unvorhergesehenes Versagen von Netzelementen. Das führt dazu, dass größere Teile des europäischen Verbundnetzes oder das gesamte Netz ausfallen (sogenannter Schwarzfall).
Ein Blackout ist also grundsätzlich kein durch eine Unterversorgung mit Energie ausgelöstes Ereignis, sondern bedingt durch Störungen im Netzbetrieb.

Davon zu unterscheiden ist der sogenannte (kontrollierte) „Brownout“. Dieser kann notwendig werden, wenn einer hohen Stromnachfrage eine zu geringe Stromproduktion gegenübersteht, zum Beispiel aufgrund eines Brennstoffmangels für Kraftwerke. In diesem Fall muss die Stromnachfrage so weit reduziert werden, dass das Stromangebot die Nachfrage wieder vollständig decken kann.

Zur Vermeidung eines Ungleichgewichts zwischen Stromnachfrage und -produktion stehen den systemverantwortlichen Übertragungsnetzbetreibern ein Bündel an Maßnahmen zur Verfügung. Das reicht von Regelleistung, über sog. abschaltbare Lasten bis hin zu gesicherter Erzeugungsleistung (Reserve-Kraftwerke).

In der Sonderanalyse wurde speziell die Versorgungssituation im kommenden Winter 2022/23 untersucht. Eine stundenweise zu geringe Stromerzeugung ist zwar sehr unwahrscheinlich, kann aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Übertragungsnetzbetreiber haben daher Maßnahmen empfohlen, die zum Teil bereits umgesetzt oder in Umsetzung sind, zum Beispiel die Nutzung von Kraftwerksreserven, die Marktrückkehr von Kohlekraftwerken und dem Weiterbetrieb der drei verbliebenen Atomkraftwerke bis Mitte April 2023. Weitere Maßnahmen sind in der unmittelbaren Vorbereitung.
 

Versorgungssicherheit Strom beim Bayernwerk

Wie ist es um die Sicherheit im Bayernwerk-Netz bestellt und was tun wir, um eine sichere Versorgung zu gewährleisten:

  • Wir haben ein Stromnetz, das sich durch eine sehr hohe Versorgungszuverlässigkeit auszeichnet – laut einem anerkannten Messwert liegt diese bei nahezu 100 Prozent (SAIDI-Wert).
  • Wir investieren von 2020 bis 2025 rund vier Milliarden Euro in unsere Energienetze – damit läuft bei uns quasi ein ständiges Optimierungsprogramm für Versorgungssicherheit.
  • Ja: Zu lokalen und regionalen Stromausfällen kann es kommen und kommt es. Netzkomponenten gehen kaputt, Bagger reißen Kabel ab. Bei Sturm fallen Bäume in Leitungen. Wenn es zu einem massiven Einsatz von Heizlüftern kommt, ist nicht ausgeschlossen, dass es im lokalen Umfeld zu Überlastungen und damit zu Stromausfällen in einzelnen Straßenzügen kommen kann. In unseren ländlichen Netzregionen ist das aber noch unwahrscheinlicher als in städtischen, einwohnerstarken Gebieten.
  • Wenn es aufgrund dessen zu Stromausfällen kommt, können wir diese in aller Regel schnell beheben. Hier haben wir eine dezentrale Netzorganisation mit Serviceteams in allen Regionen. Eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr ist gesichert. Das gilt ebenso für unsere Netzleitstellen, die mittels Schaltmaßnahmen Störungen wirkungsvoll beheben und sich in ihrer Funktion auch gegenseitig technisch ersetzen können. Unsere 19 technischen Standorte in den Regionen sind mit Material und Aggregaten ausgerüstet, um eine stabile Versorgung herzustellen.
  • Um uns vor Cyberattacken zu schützen, arbeiten wir in der Netzführung mit abgeschotteten Systemen. Wir sorgen durch regelmäßige Audits und Tests zur Abwehr von Cyberattacken für hohe Sicherheitsstandards. Wir haben zudem in der internationalen E.ON-Gruppe und beim Bayernwerk ausgewiesene Spezialisten und Systeme, die uns bislang hervorragend schützen.

Wir sind im Alltag und für krisenhafte Situationen sehr gut gerüstet.

 

Versorgungssicherheit Gas in Deutschland und beim Bayernwerk

Stand Herbst 2022 kann man sagen: die Gasspeicher sind fast zu 100% gefüllt. Es gibt jetzt zwei Faktoren, die entscheiden, wie gut wir ins Frühjahr 2023 kommen:

  • Wie kalt und lange wird der Winter? Das wissen wir nicht.
  • Wie sparsam gehen die Menschen mit Energie um? Das wissen wir. Bei unseren Gewerbe- und Industriekunden spüren wir deutliche Einspareffekte von bis zu 20 Prozent. Bei den Haushalten reichen die Einsparungen bislang nicht.

In einer Gasmangellage gibt es eine geschützte Kundengruppe, unter anderem Haushalte und Krankenhäuser. Diese wird so lange wie möglich weiter mit Gas versorgt.

Von möglicherweise notwendigen Reduzierungen sind in erster Linie nicht geschützte Kunden mit einem sehr hohen Gasverbrauch betroffen, zum Beispiel große Industriekunden.

Darauf ist Bayernwerk gut vorbereitet:

  • Wir haben Übungen für die Krisenkommunikation in einer Gasmangellage durchgeführt
  • Wir haben die Kundenkommunikation über das Bayernwerk-Portal weiter optimiert.

Wie kommuniziert das Bayernwerk Versorgungsunterbrechungen?

Stromausfälle werden sowohl von uns wie auch von anderen Netzbetreibern schon seit geraumer Zeit auf der Internetseite https://störungsauskunft.de/ veröffentlicht. Die Angaben hierzu sind zum einen von allen Netzkunden einsehbar. Zudem können von Kundenseite auch Störungen eingetragen werden.

Darüber hinaus kommuniziert das Bayernwerk bei größeren lokalen oder regionalen Störungen aktiv mit Pressemitteilungen über die Medien oder auf dem eigenen Twitterkanal. Die Pressemitteilungen sind hier im Bayernwerk-Newsroom veröffentlicht. Dem Newsroom kann man mit einem Klick folgen. Man erhält dann nach Veröffentlichung einer Pressemitteilung diese direkt per Mail.

Wie kommuniziert das Bayernwerk in Krisenfällen?

Sofern es beispielsweise in Folge größerer Unterbrechungen der Stromversorgung zu krisenähnlichen und überregionalen Szenarien käme, aktiviert das Unternehmen die Krisenstabsorganisation. Alle Anfragen und Informationen werden dann durch den Krisenstab koordiniert. Von daher würde eine Kommunikation mit und zu den zuständigen Behörden auch über den Krisenstab erfolgen. Im Bayernwerk liegt eine krisenfeste Ausstattung vor, die zum Beispiel auch ohne öffentliche Stromversorgung eine Kommunikation ermöglicht. Presseseitig würde man Krisen abgestimmt mit dem Krisenstab über aktuelle Informationsstände begleiten.
 

Welche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner hat das Bayernwerk

Für Kommunen stehen die jeweiligen Kundenansprechpartnerinnen und -partner bereit. Diese sind den Kommunen bekannt. Zudem sind wir mit 19 Kundencentern in allen Regionen des Netzgebiets präsent.